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Grundbuchsgebühr 2017-05-25T20:47:17+00:00

GRUNDBUCHSGEBÜHR

Um Eigentum an einer Liegenschaft zu erwerben, muss beim zuständigen Grundbuchsgericht um Einverleibung des Eigentumsrechts (Verbücherung) angesucht werden. Hierfür muss ein Grundbuchsgesuch gestellt werden, das beispielsweise folgende Daten enthält:

  • Genaue Angabe der Liegenschaft
  • Vor- und Zuname sowie
  • Geburtsdatum und Wohnort der Antragstellerin/des Antragstellers

Das Grundbuchsgesuch muss – zusammen mit den notwendigen Dokumenten – in der Regel schriftlich beim zuständigen Bezirksgericht eingebracht werden. Diese Aufgabe kann von einem Notar oder einem Rechtsanwalt erledigt werden. Nur in einfachen Fällen können Grundbuchsgesuche auch bei Gericht zu Protokoll erklärt werden.

Gerichtskosten

  • Eingabengebühr für das Grundbuchsgesuch: 42 Euro (zu vergebühren durch Einzahlung auf das Gerichtskonto mit Bankomat- oder Kreditkarte oder durch elektronische Abbuchung)
    Wenn die Antragstellung nicht im Elektronischen Rechtsverkehr erfolgt: 59 Euro
  • Zusätzlich für die Eintragung (Einverleibung) zum Erwerb des Eigentums und des Baurechts: 1,1 Prozent vom Wert des Rechts
    Diese Eintragungsgebühr wird im Nachhinein vom Gericht vorgeschrieben und kann mittels Zahlschein beglichen werden. Wird die Gebühr durch Abbuchung und Einziehung entrichtet, ermäßigt sich diese um 21 Euro.
  • Zusätzlich 1,2 Prozent des Pfandbetrages, wenn zugleich mit dem Eigentum auch ein Pfandrecht ins Grundbuch eingetragen werden soll (der Kaufpreis wird z.B. mit einem Kredit finanziert)
    Auch diese Eintragungsgebühr wird im Nachhinein vom Gericht vorgeschrieben und kann mittels Zahlschein beglichen werden.

Der Wert des Rechts für die Eintragung des Eigentumsrechts und des Baurechts wird durch den Preis bestimmt, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr üblicherweise zu erzielen wäre (= Verkehrswert). Dies ist bei Kaufverträgen in der Regel der Kaufpreis. Begünstigt sind jedoch Rechtsgeschäfte im erweiterten Familienkreis, wie z.B. Übertragung eines Grundstücks an die Ehegattin/den Ehegatten, die eingetragene Partnerin/den eingetragenen Partner, die Lebensgefährtin/den Lebensgefährten, sofern die Lebensgefährtinnen/Lebensgefährten einen gemeinsamen Wohnsitz haben oder hatten, an Geschwister, Nichten und Neffen, etc.