Die Mietpreisbremse behandelt nur Symptome

Wie sich doch die Bilder gleichen. Auch unsere deutschen Nachbarn diskutieren ein Modell einer Mietendeckelung.Vermietern und Maklern ist sie ein Dorn im Auge: die von der deutschen Bundesregierung geplante „Mietpreisbremse“. Wie eine Studie des deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung belegt, überwiegen auch für Mieter die Nachteile.

„Die Mietpreisbremse behandelt die Symptome, nicht die Krankheit“, sagen die DIW-Ökonomen Konstantin Kholodilin und Dirk Ulbricht. Sinnvoller wäre es, das Problem an der Wurzel zu packen und das Angebot zu erweitern – also mehr Wohnungen zu bauen. Dazu aber müsse der Wohnungsbau billiger werden.

Erreichen könne man dies in einer Niedrigzinsphase vor allem durch eine verstärkte Ausweisung brachliegender innerstädtischer Flächen als Bauland, und zwar unter der Bedingung, dass die Investoren auch preiswerte Wohnungen anbieten.

Die Experten in Österreich geben ähnliche empfehlungen ab. So sollten die Kommunen Ihrer ureigendsten Aufgabe nachkommen und Sozialaufgaben erfüllen, die Mieten senken und verstärkt billigen Wohnraum schaffen.

2016-04-18T22:22:42+00:00 10. April 2014|Kommentare, Wohnrecht|