So rächen sich Vermieter für die Mietpreisbremse

Eigentlich soll die in Deutschland vorgesehene Mietpreisbremse den Anstieg der Mieten, insbesondere in den Ballungsgebieten, stoppen. Doch laut einer Umfrage könnten sich die Vermieter rächen und diesen Effekt zunichtemachen. Das Portal Immoscout24 hat hunderte Vermieter gefragt, wie sie auf die Bremse reagieren werden. Die Ergebnisse der Befragung dürften Angstschweiß bei vielen Mietern auslösen, auch wenn die Studie nicht repräsentativ ist.

  • 52,6 Prozent der Befragten wollen sämtliche gesetzliche Möglichkeiten ausnutzen, um die Miete zu erhöhen
  • 47,7 Prozent möchten zahlungskräftige Mieter bevorzugen
  • 36,5 Prozent wollen Staffelverträge nutzen, in denen die Miete kontinuierlich erhöht werden kann
  • für 10,2 Prozent kommen Abstandszahlungen in Frage, um entgangene Mieteinnahmen zu kompensieren
  • Gut acht Prozent denken darüber nach, nicht mehr zu vermieten oder die Immobilie sogar zu verkaufen.

Für die befragten Vermieter ist schon heute ein sicheres Einkommen das Auswahlkriterium Nummer eins, wenn mehrere Interessenten als Mieter in Frage kommen. Auf Platz zwei folgt die Sympathie (21,1 Prozent).

Sie bevorzugen zudem Paare ohne Kinder (39,3 Prozent) noch vor Singles (29,7 Prozent). Die Chancen für Alleinerziehende stehen hingegen schlecht. Nur 4,3 Prozent der Vermieter bevorzugen Mütter oder Väter, die alleine für ihre Kinder sorgen. Immerhin 35,3 Prozent der Befragten ist das Lebensmodell ihrer Mieter egal.

Die Rechnung sollte man niemals ohne den Wirt machen. Kaske & Co sollten überlegen, ob ihr Vorhaben wirlklich sinnvoll für ihr Klientel ist. Die Umfrage läßt vermuten, dass Österreich ähnlich denkt und der Schuss mit Sicherheit nach hinten losgeht. Willkommen in den 70er Jahren, wo illegale Ablösen und Zahlungen üblich waren.

 

2016-04-18T22:22:09+00:00 23. April 2014|Kommentare, Marktbeobachtung|