Cineplexx Reichsbrücke wird zu „Danube Flats“

Bis vor einem Jahr wurden im „Cineplexx“-Kino bei der Wiener Reichsbrücke noch Filme gezeigt. Nun soll die Liegenschaft zum Wiener Vorzeigeprojekt des internationalen Trends „Wohnen am Wasser“ werden. Es sollen hier die „Danube Flats“ entstehen.
Das bestehende Gebäude wird vollständig abgerissen, nur die Tiefgarage bleibt bestehen. Darüber werden dann geplante 140 Millionen Euro verbaut, um das direkt an der Donau gelegene Grundstück neu zu „bespielen“. Der Architekturwettbewerb zur Neugestaltung des ehemaligen Kinostandortes wurde vor kurzem abgeschlossen, das Architektenteam „project A01 architects“ unter der Leitung von Andreas Schmitzer und Maria Planegger ging daraus als Sieger hervor.

45 Stockwerke
Ihr Entwurf sieht einen Wohnturm vor, der auf bis zu 45 Geschoßen rund 500 Wohnungen beherbergen soll. Zum Großteil wird es sich dabei um freifinanzierte Eigentums- und Vorsorgewohnungen handeln, ein Teil soll aber auch „für einkommensschwächere Menschen“ zur Verfügung stehen, heißt es von Seiten der Projektbetreiber. Wie die genaue Aufteilung aussehen wird, steht noch nicht fest.
Alle Wohnungen werden Zugang zu Balkon oder Terrasse haben. Soziale Infrastruktur wie Kindergarten, Supermarkt, Café-Restaurant und Trafik soll im Sockelgebäude Platz finden. Gebaut werden soll „nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit und der Energie-Effizienz“, außerdem sollen auch „neue Formen der Mobilität begünstigt“ werden.

Neue „Durchwegung“ zur Neuen Donau
Unter anderem sollen durch die neue Bebauung die Bewohner des Wohnturms von Harry Seidler (jenem mit der markanten Spitze, siehe Visualisierung links) erstmals direkten Zugang zur Neuen Donau haben. Dies soll unter anderem durch die geplante teilweise Überplattung der Zufahrt zur Donauuferautobahn erreicht werden. „Von der daraus resultierenden Reduktion des Verkehrslärms werden auch die angrenzenden Bewohner profitieren“, heißt es.
Ein Wermutstropfen mag für die Bewohner des Seidler-Turms allerdings sein, dass manche von ihnen ab 2016 nur noch einen eingeschränkten Blick zur Donau haben werden: Der neue Turm wird mit 145 Metern den 136 Meter hohen Seidler-Turm ein wenig überragen.

Fertigstellung 2016 geplant
Für das Gebäude wird eine Zertifizierung als Green oder Blue Building angestrebt; Grünen-Gemeinderat Chorherr nennt es deshalb ein „ökologisch-energetisches Vorzeigeprojekt“. Die Fassade wird begrünt werden, die Wohnungen werden im Niedrigenergiestandard errichtet werden, außerdem soll der Fokus auf die Begünstigung von umweltfreundlicher Mobilität und die Gestaltung der Allgemeinflächen mit hohem Grünanteil gelegt werden. 2014 soll mit dem Bau begonnen werden, die Fertigstellung ist für 2016 angepeilt.
(Quelle:derstandard, 2.12.2012)

2016-04-18T21:47:36+00:00 2. Oktober 2012|Stadtentwicklung|