Kampf gegen „Danube Flats“ geht in die nächste Runde

Der Kampf der Bewohner des von der ARWAG errichteten Hochhauses an der Donau gegen den Neubau eines weiteren Hochhauses geht weiter. Es prallen vorwiegend private (monetäre) Interessen aufeinander, aus der Sicht der Stadtentwicklung wird das Projekt positiv bewertet.

shBei diesem Streit geht es den Gegnern vordergründig darum, dass dieser „einzigartige Standort im Schnittpunkt von Erreichbarkeit, Freizeit und Erholung zur uneingeschränkten Nutzung für alle Bevölkerungsschichten erhalten bleiben sollte“.  In Wahrheit soll verhindert werden, dass die Freie Sicht auf Donau und Wien Richtung Süden verbaut wird.

Die Petition “Kein weiteres Hochhaus in Kaisermühlen” wurde von 1.111 WienerInnen unterstützt. Deren Unterstützungserklärungen wurden vom Magistrat penibel auf Gültigkeit überprüft. Hingegen wurden von der MA21 in einer amtlichen Mitteilung insgesamt 4700 Fragebögen als Postwurfsendung für eine anonyme Anrainerumfrage zum privaten Bauvorhaben Danube Flats verteilt. Ein interessantes Teilergebnis zum Gesamteindruck: über 300 Befragte (47% der Rücksendungen) fanden Danube Flats “sehr/recht gut gelungen”.

Ganz im Sinne der privaten Danube Flats GmbH, wird zügig dem Wunsch nach gravierender Umwidmung der Liegenschaft entsprochen. Dem Petitionsausschuss, der Initiative Kaisermühlen, den Anrainern, aber auch unabhängigen Experten aus der Fachöffentlichkeit sowie der gesetzlichen Standesvertretung der Architekten und Ingenieurkonsulenten wurde bis jetzt eine Statistenrolle zugewiesen.

Weiterhin bemüht sich der Petitionsausschuss um die Klärung von bisher unzureichend beantworteten Fragen – die das private Bauvorhaben von Beginn an begleiten.

 

2016-12-26T11:55:30+00:00 28. Februar 2014|Stadtentwicklung|