Wohnen muss billiger werden

Man merkt: es ist wieder einmal Wahlkampf. Immobilien und Wohnen werden wieder einmal als populistisches Wahlkampfthema missbraucht. Was AK-Präsident Kaske so von sich gibt, geht völlig an der Realität und den tatsächlichen Verhältnissen vorbei. Entweder er hat keine Ahnung wovon er spricht oder er versucht mit bewußt falschen Informationen politisches Kleingeld zu machen. Es geht ihm nicht um die Mieter, sondern seine Position.

Bei der Anpassung der Richtwerte und der Kategoriebeträge handelt es sich nicht um irgendwelche einseitigen, plötzlichen Erhöhungen der Mietzinse, sondern um gesetzlich vorgesehene, und daher auch absehbare und kalkulierbare Anpassungen an den Verbraucherpreisindex.

Kaske verschweigt, dass diese Wertanpassung der Richtwerte nach zwei Novellen des Richtwertgesetzes 2008 und 2009 (sog.  „Mietrechtliches Inflationslinderungsgesetz“ sowie die Wohnrechtsnovelle 2009) nunmehr nicht mehr – so wie früher – jährlich  erfolgt, sondern nur noch alle 2 Jahre. Darüber hinaus verdrängt Kaske auch die Tatsache, dass durch das Abstellen auf den jeweiligen  Jahresdurchschnittswert des VPI eine weitere „Entschärfung“ der sachlich notwendigen und gerechtfertigten Wertsicherung erfolgt ist.

Die Mieter können sich bei der AK bedanken. Ihr ist es zu verdanken, dass nicht mehr jährlich die Mieten angepasst werden, sondern alle 2 Jahre, aber dann dafür die ganze Höhe der Inflation. Bedeutet: statt z.B.: statt 2 mal 2% dann gleich 4% auf einmal. Seine neueste Idee: erst anpassen, wenn 10% Indexsteigerung erreicht werden. Gratulation zu diesem Vorschlag.

 

2016-12-08T20:56:58+00:00 20. Februar 2014|Wohnrecht|